Cloud meets Edge: Ein Ökosystem für digitale Geschäftsmodelle

Digitale Geschäftsmodelle erfordern zugeschnittene IT-Prozesse und Strukturen. Ohne die passende Infrastruktur sind zukunftsweisende Technologien wie Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren oder der Digitale Zwilling nicht realisierbar. Modulare Ökosysteme für Rechenzentren (RZ) und Cloud Services eröffnen neue Möglichkeiten.

Der Research-Spezialist IDC prognostiziert für das Jahr 2025 ein globales Datenaufkommen von 175 Zettabyte, wobei ein Zettabyte einer Trillion Gigabytes entspricht. Die Datenquellen befinden sich nur noch selten an einem zentralen Standort. Mit der fortschreitenden Vernetzung von Geräten und Systemen sowie der Digitalisierung von Prozessen ist es möglich, Daten überall zu sammeln und zu verarbeiten: Sei es im Offshore-Windpark in der Nordsee, in Liftanlagen in den Alpen oder selbstfahrenden Autos auf einsamen Feldwegen. Bei den digitalisierten Produkten und Services entstehen Daten entlang ihres kompletten Lebenszyklus. Dadurch ergeben sich in Phasen wie Entwicklung, Produktion und Betrieb ganz unterschiedliche Herausforderungen für die Infrastruktur.

Infrastruktur entlang der digitalen Wertschöpfungskette
Eine starre Infrastruktur bringt hier nicht die benötigte Freiheit, um die unterschiedlichen Anforderungen digitalisierter Unternehmen abzubilden. Ein Mix unterschiedlicher Infrastruktur-Modelle, die genau diese erforderliche Flexibilität abdecken, wird heute wichtiger denn je. Um eine solche IT-Landschaft effizient, kostenoptimiert und anwenderzentriert zu gestalten, haben iNNOVO Cloud, Rittal und die German Edge Cloud als Konsortium ein Ökosystem geschaffen. Es erstreckt sich von modularen On-Premises-Rechenzentrumskomponenten über zentrale Rechenzentren in Frankfurt am Main und Edge-Computing-Standorten bis hin zu Cloud und Plattform Services. Physische und virtuelle Infrastrukturkomponenten greifen hier optimal ineinander und erzielen positive Effekte hinsichtlich Skalierbarkeit und Flexibilität.

Durchgängig vernetzt dank Empowered Edge
Ziel der heutigen IT-Landschaft ist es, eine durchgängige Datenverfügbarkeit sowie -verarbeitung sicherzustellen – auch abseits der Firmenzentrale. Ebenso spielen die Analyse und das sichere Speichern von Daten sowie kurze Latenzzeiten eine entscheidende Rolle. Deshalb besteht das iNNOVO Ökosystem aus mehreren Bausteinen, die je nach Bedarf konfiguriert werden können. Das Herzstück bilden drei hochsichere Tier3-Rechenzentren am Standort Frankfurt als Basis für das umfangreiche Cloud-Service-Portfolio. Es umfasst etwa die Bereitstellung von zentralen Cloud-Plattformen wie Kubernetes oder OpenStack sowie das Hosting von dedizierten privaten Cloud-Umgebungen für kundenspezifische Anwendungsfälle. Die cloud-nativen Plattformen sind vollständig automatisierbar und bilden zunehmend die Basis für industriespezifische Anwendungen. Darüber hinaus betreibt iNNOVO Deutschlands ersten Cloud-Park in Frankfurt-Höchst, der redundant an die RZ angeschlossen ist. Zudem erlaubt das Ökosystem etwa für rechenintensive Workloads im Engineering den Zugriff auf das 120.000 Quadratmeter große Hyperscale-RZ Lefdal Mine in Norwegen. Es eignet sich optimal für High Performance Computing und eine Langzeitspeicherung von Daten. Für die Nähe zum Entstehungsort der Daten, bietet das Konsortium hingegen zusätzlich Empowered-Edge-Computing-RZs an, die eine Vernetzung über weite Strecken hinweg erlaubt. Schon innerhalb der nächsten drei Jahre wird laut dem Analystenhaus IDC bereits jeder vierte Endpunkt „at the Edge“ nicht nur Daten sammeln, sondern auch KI-Algorithmen ausführen. Die Empowered-Edge-umfasst schlüsselfertige Rechenzentrumslösungen, welche sich mit IT-Plattformen und Managed Services flexibel ergänzen lassen – je nach Kundenanforderung.

Bis 2025 werden bereits 75 Prozent der Daten außerhalb zentralisierter Rechenzentren oder Clouds entstehen und etwa mittels KI verarbeitet. Dafür benötigen Unternehmen sowohl Edge als auch Cloud Computing in Kombination, die iNNOVO über das Ökosystem bereitstellt. Solche Infrastruktur-Lösungen mit Managed Cloud Services aus einer Hand bringen neben Effizienz- auch zusätzliche Sicherheitsvorteile mit sich. Die Daten bleiben somit in einem souveränen Datenraum innerhalb des Ökosystems – das heißt: Der Datenaustausch erfolgt verschlüsselt, über die Edge-Computing-Standorte und die zentralen Rechenzentren hinweg.

„Die digitale Vernetzung von Geräten bedarf einer Dezentralisierung von Infrastrukturen, Daten und Workloads. Unternehmen benötigen dafür individuelle Lösungen, die nicht gleichzeitig die Komplexität weiter erhöhen. Mit unserem Ökosystem stellen wir sicher, dass sowohl zentrale als auch dezentrale Komponenten der Infrastruktur miteinander vernetzt sind. Wir gewährleisten das reibungslose Zusammenspiel aller Bausteine und den störungsfreien Betrieb“, erläutert Stefan Sickenberger, Geschäftsführer von iNNOVO Cloud.